Die Saimaa-Ringelrobbe: Wenn langfristiges Engagement wirklich etwas bewirkt
Bei POMOCA geht unsere Beziehung zu den Bergen und zur Natur weit über die reine Leistungsfähigkeit hinaus. Die Gebiete, in denen wir uns im Winter wie im Sommer bewegen, sind lebendige, empfindliche Ökosysteme, die es verdienen, mit derselben Sorgfalt geschützt zu werden, die wir auch bei der Herstellung unserer Produkte walten lassen.
In diesem Sinne unterstützen wir konkrete Naturschutzprojekte, die in der Realität vor Ort verankert sind. Dazu gehört der Schutz der Saimaa-Ringelrobbe, einer der am stärksten bedrohten Robbenarten der Welt.
Diese im finnischen Saimaa-See heimische Robbenart hat seit langem einen Rückgang ihrer Population zu verzeichnen, der hauptsächlich auf menschliche Aktivitäten und insbesondere auf die Netzfischerei zurückzuführen ist. Angesichts dieser Situation ist eines klar geworden: Ohne langfristiges Engagement gibt es keine nachhaltige Lösung.
Zehn Jahre Engagement für echte Wirkung
Im Naturschutz lassen sich Ergebnisse nicht innerhalb einer Saison erzielen. Das Projekt am Saimaa-See ist der Beweis dafür: Zehn Jahre kontinuierliches Engagement haben zu einer stabilen und effektiven Dynamik für die vor Ort tätigen NGOs geführt.
Anstatt Vorschriften von oben zu erlassen, wurde ein pragmatischer und kooperativer Ansatz gewählt: Veränderungen begleiten, statt sie zu erzwingen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinschaften konnten Lösungen entwickelt werden, die den bestehenden Gepflogenheiten entsprechen und gleichzeitig eine bedrohte Art schützen.
Eine Philosophie, die wir bei POMOCA teilen: mit der Praxis vorangehen, nicht gegen sie.
Veränderung der Praktiken zum Schutz der Robben
Eine der größten Gefahren für die Saimaa-Ringelrobbe ist nach wie vor der Einsatz von Fischernetzen, in denen sich junge Robben verfangen können. Anstatt die Tätigkeit der Fischer drastisch einzuschränken, schlug das Projekt eine einfache und wirksame Alternative vor: den Ersatz der Netze durch für Robben sichere Fischfallen.
Bis heute haben 1030 Fischer eine freiwillige Verpflichtung unterzeichnet, in den Verbreitungsgebieten der Saimaa-Ringelrobbe keine Netze mehr zu verwenden. Im Gegenzug erhielt jeder von ihnen kostenlos eine „robensichere“ Fischfalle, mit der sie weiterhin fischen können, während die Risiken für die lokale Fauna drastisch reduziert werden.
Dieser auf Vertrauen und Zusammenarbeit basierende Ansatz hat zu einer massiven und vor allem nachhaltigen Beteiligung geführt.
Die Kraft des Kollektivs vor Ort
Der Erfolg dieses Projekts beruht auch auf einem starken menschlichen Engagement. Fast 900 lokale Freiwillige haben sich aktiv an den Maßnahmen vor Ort beteiligt: Bau von Reusen, Organisation öffentlicher Veranstaltungen, Sensibilisierungsworkshops und Aufklärungsarbeit für die breite Öffentlichkeit.
Insgesamt wurden 18 Workshops organisiert, an denen Schulen, Freiwillige und Anwohner teilnahmen. Dabei wurden 131 für Robben sichere „Saimaa”-Reusen gebaut, die entweder für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind oder an die Finnish Association for Nature Conservation (FANC) gespendet werden.
Die erworbenen Kompetenzen wurden auch in anderen Regionen weitergegeben, insbesondere in Rauma, im Herzen des Verbreitungsgebiets der Ostseehunde, wodurch die Wirkung des Projekts über den Saimaa-See hinaus erweitert wurde.
Messbare Ergebnisse für die Biodiversität
Die Wirksamkeit dieses Ansatzes spiegelt sich heute in den Zahlen wider. Die Population der Ringelrobben im Saimaa ist von 320 auf 495 Tiere gestiegen, was einer Zunahme von mehr als 50 % während der Projektlaufzeit entspricht.
Dieses Ergebnis bestätigt eine feste Überzeugung:
Ein wirksamer Naturschutz basiert auf konkreten Lösungen, einer engen Zusammenarbeit vor Ort und einem langfristigen Engagement.
Ein anerkanntes und unterstütztes Projekt
Der Schutz der Saimaa-Ringelrobbe ist ein Schwerpunkt der Finnish Association for Nature Conservation. Im Jahr 2025 war die Organisation Partner des Projekts Our Saimaa Seal LIFE, das von der Europäischen Union kofinanziert wurde.
Parallel dazu wurde ein Großteil der Naturschutzarbeit über die europäische Finanzierung hinaus fortgesetzt, insbesondere durch die Teilnahme an Arbeitsgruppen des finnischen Umweltministeriums und die Vorbereitung künftiger Fischereibeschränkungen für den Zeitraum 2026–2031.
Heute handeln, um unsere Spielwiesen zu erhalten
Wir bei POMOCA sind davon überzeugt, dass Leistung nur dann Sinn macht, wenn sie die Umwelt respektiert, in der sie erzielt wird. Projekte wie das am Saimaa-See zu unterstützen bedeutet, konkret für die Artenvielfalt zu handeln und zum Erhalt einzigartiger Ökosysteme beizutragen.
Die Geschichte der Saimaa-Ringelrobbe zeigt, dass ein anderes Modell der Koexistenz zwischen Mensch und Natur möglich ist und dass es funktioniert, wenn man sich langfristig engagiert.